Orthriophis moellendorffi

ehemals Elaphe moellendorffi genannt und mit der Umschreibung aufgrund neuer Erkenntnisse seit 2001 als Orthriophis geführt, heisst sie in Deutsch ganz einfach ,,Die Blumennatter”.

O. moellendorffi

Steckbrief – Kurz und Knapp

Vorkommen: Südchina bis Nordvietnam

Adultgröße: 200-250cm

Temperatur: 20-27°C

Nahrung: Nagetiere in passender Größe

Winterruhe: ca 3 Monate bei 12-15°C

Geschlechtsreife: 3-5 Jahre

Verbreitung und Lebensraum

Die Blumennatter hat im Gegensatz zu anderen Kletternattern ein sehr kleines Verbreitungsgebiet. Dies erstreckt sich von Süd-China bis Nord-Vietnam. Bzw. muss man sagen das sie nur dort bis jetzt nachgewiesen sind. Die tatsächliche Verbreitung ist demzufolge noch nicht voll geklärt. Dies ist jedenfalls denkbar. Da durch die enorm große kommerzielle Ausbeutung dieser Tiere, die Population schon längst hätte zusammenbrechen müssen.

Innerhalb ihres Verbreitungsgebiet bewohnt O. moellendorffi Habitate im karstigen Hügelland. “Schulz”(1996) gibt eine Vertikalverbreitung von 50-300 m ü. NN an.

Das Vorkommen von O. moellendorffi soll nach den Meinungen verschiedener Autoren an das vorhandensein von Karst gebunden sein (Wiki: Karst). Dort soll sie Blumennatter in der nähe von Höhlensystemen und Spalten im Kalksandstein ihr leben verrichten.

Das Klima im Verbreitungsgebiet ist durch lange warme Sommer und kurze kühle Winter gekennzeichnet. So ist der kälteste Monat der Januar mit durchschnittswerten von 12-18°C. Der Wärmste ist Juli mit 25-30°C.

In der Natur beginnt die Winterruhe von O. moellendorffi gewöhnlich im November und endet gegen März. Zur Überwinterung suchen die Nattern die Karsthöhlensysteme auf.

Beschreibung

Die Blumennatter ist eine große robuste und Kräftige Schlange. Der Kopf ist auffallend länglich und setzt sich gut vom Hals ab. Die Augen sind rötlich bis Kupferfarben gefärbt. Beeindruckend ist der relativ lange und schlanken Schwanz der im alter zunehmend rote Farbe bekommt. Die Körperform im Querschnitt wirkt mehr höher als breit. Die Größe eines adulten Tieres kann von 180cm bis 250cm betragen. Die Blumennatter kann im adulten Alter ein Gewicht von 2kg auf die Waage bringen.

Die Blumennatter weist einen deutlichen Sexualdimorphismus auf. So werden Männchen gewöhnlich deutlich größer als Weibchen und haben wesentlich breitere Köpfe.

Die Grundfarbe ist grau oder graugrün. Der Rücken ist mit 30-32 sechseckigen, braunen bis rostroten Sattelflecken überzogen. Diese sind schwarz umrandet. Die Bauchseite hat eine gelbliche Farbe und ist mit schwarzen Flecken durchsetzt.

Auf dem Schwanz werden die Flecken durch auffallend gelbe und rotorangene Zwischenräume getrennt.

Die Jungschlangen ähneln im weitesten den adulten Exemplaren. Adulte Tiere sind aber im Unterschied zu den Jungschlangen wesentlich dunkler.

Haltung im Terrarium

Die Standortwahl ist ein sehr wichtiger Punkt zur Haltung einer oder mehrerer Blumennattern in einem Terrarium. Da die Tiere sehr stressempfindlich sind, sind die Terrarien so aufzustellen das sie so wenig wie möglich gestört werden. Durchgangszimmer oder Familienaufenthaltsräume eignen sich definitiv NICHT für ein O.moellendorffi Terrarium. Ein seperater Terrarienraum ist wohl die beste Lösung für diese Tiere.

Die Größe für ein Terrarium für zwei Blumennattern gemäß den Mindestanforderungen sollte 1,0×0,5×1,0-fache (LxTxH) aufweisen. Diese Maßangaben beziehen sich auf adulte Tiere. Wir finden das der Tiefe wesentlich mehr Raum zugesprochen werden sollte.

Wie oben bereits erwähnt benötigt die Blumennatter viel Ruhe. So muss man den Tieren ausreichend Versteckplätze zur Verfügung stellen. Da ansonsten aus der eher sehr ruhigen Blumennatter eine heftig reagierende Blumennatter werden. Daraus resultiert die Gefahr das sich die erregten Tiere selbst verletzen. Da sie sich gegen den Störer zur Wehr setzen wollen und ständig unaufhörlich beißend mit ihrem Kopf gegen die Scheiben des Terrariums schlagen.

Die Blumennatter zeigt sich stets gefräßig und sollte wöchentlich oder spätestens aller 10 Tage gefüttert werden. Adulte Exemplare können ohne große Bedenken 2-3 große Futtermäuse pro Fütterung verzehren. Falls mein mehrere Tiere in einer Gruppe hält muss die Fütterung von Anfang bis Ende beaufsichtigt werden. Da die Tiere sehr Futterneidisch sind.

Gruppenhaltung

Von Natur aus sind Schlangen Einzelgänger. Lediglich in der Paarungszeit oder in der Winterruhe kommen sie zusammen. Die Gruppenhaltung von Schlangen führt unweigerlich zu Stresszuständen, da sich die Tiere durch ständiges “überkriechen” oder bei der Fütterung gegenseitig belästigen. Somit wäre also eigentlich die strikte Einzelhaltung optimal. Blumennattern lassen sich aber glücklicherweise ohne Probleme mit mehreren Artgenossen in einer Gruppe pflegen. Man sollte jediglich darauf achten das die Tiere die miteinander Vergesellschaftet werden, annähernd die selbe Größe haben um ein unterdrücken  in der Entwicklung zu verhindern.

Galerie

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